Rosenmedizin

Die Hagebutte

Die Hagebutte hört auf viele Namen: Je nach Region wird sie auch als Hägen, Hiefe, Hiffen, Hiften, Rosenäpfel, Hetschhiven, Hetscherl, Hiven, Hetschepetsche, Mehlbeere oder Wiepeldorn bezeichnet.

Bereits lange, bevor man den Begriff „Vitamin“ kannte, wusste man um die wohltuende und heilkräftige Wirkung der Hagebutte. Schon in der um 800 n. Chr. entstandenen „Landgüterverordnung“ Karls des Großen wird die Rose (Rosa canina) als Heilpflanze beschrieben. Überreste von Hagebutten fand man auch bei den Pfahlbauten am Bodensee, die in der Jungsteinzeit und der Bronzezeit entstanden.

Nicht nur die Bezeichnung besticht durch Vielfältigkeit, sondern auch die süßsaure Frucht: Neben reichlich Vitamin C enthalten Hagebutten auch die Vitamine A, B1 und B2. Die kleinen Nüsschen der Hagebutte besitzen Widerhaken und erfreuen sich gerade bei Kindern äußerster Beliebtheit – jedoch nicht auf dem Teller, sondern im Hemdkragen des anderen: als Juckpulver. Sie sollten vor dem Verzehr aus der Hagebutte entfernt werden.

Hagebutten sind sowohl als Marmelade wie auch als Likör oder als Würze bei Wildgerichten eine sehr schmackhafte und vollwertige Alternative!

Fotos: © Colourbox